Pocket Option oder Quotex? Vergleich 2026
Überblick Beider Plattformen
Beide Namen stehen für dasselbe Geschäftsmodell: Optionen mit fester Laufzeit, angeboten aus einer Offshore-Struktur heraus. Die Gemeinsamkeiten wiegen dabei deutlich schwerer als die Unterschiede.
Ein Vergleich ist nur so gut wie die Daten, die in ihn eingehen. Genau hier liegt bei dieser Fragestellung das Problem: Die Angaben, nach denen ein Leser sucht, also Mindestbeträge, Auszahlungsquoten, Bearbeitungsfristen und Aufsichtsstatus, sind bei beiden Anbietern volatil, von außen nicht überprüfbar oder gar nicht veröffentlicht. Ein Vergleich, der sie trotzdem in eine Tabelle schreibt, erzeugt eine Genauigkeit, die es nicht gibt. Deshalb machen wir es anders und legen für jede Achse offen, was unser Prüfstand ist.
Pocket Option in Kürze
Der Betreiber bietet Optionen mit fester Laufzeit auf über hundert Basiswerte an, verteilt über Währungspaare, Rohstoffe, Aktien, Indizes und Kryptowerte, ergänzt um außerbörsliche Instrumente außerhalb regulärer Handelszeiten. Zugänglich ist die Plattform über den Browser, über mobile Anwendungen für Android und iOS sowie über eine Desktop-Anwendung für Windows und macOS. Beworben werden Chartwerkzeuge mit technischen Indikatoren, plattformeigene Signalanzeigen, Copy-Trading, Turniere und ein kostenloses Übungskonto mit aufladbarem virtuellem Guthaben. Eine Zulassung durch eine europäische Aufsichtsbehörde ist auf den Seiten des Betreibers nicht ausgewiesen, ebenso wenig ein nach Deutschland notifizierter europäischer Pass. Ein Gründungsdatum veröffentlicht der Betreiber nicht.
Quotex in Kürze
Zu Quotex halten wir uns bewusst knapp, und die Kürze ist selbst eine Information. Es handelt sich ebenfalls um einen Anbieter von Optionen mit fester Laufzeit aus einer Struktur außerhalb der Europäischen Union. Über Mindestbeträge, Quoten, Anzahl der Basiswerte, Zahlungswege, Bearbeitungsfristen oder den aufsichtsrechtlichen Status dieses Anbieters treffen wir keine Aussage, weil wir keine dieser Angaben für diesen Stand überprüft haben. Wir behaupten insbesondere weder, dass Quotex über eine Zulassung verfügt, noch, dass es keine hat. Beides wäre eine Behauptung ohne Grundlage, und beides begegnet einem in Vergleichstexten regelmäßig.
Gemeinsames Handelsmodell
Die praktisch wichtigste Erkenntnis dieses Vergleichs steht am Anfang und nicht am Ende: Beide Anbieter verkaufen dasselbe Produkt mit derselben Rechenregel. Ein Fehlschlag kostet den vollen Einsatz, ein Treffer bringt nur einen Teil davon ein, und daraus folgt eine Schwelle zum Nullergebnis, die deutlich über der Hälfte aller Prognosen liegt. Bei diesem Geschäftsmodell ist der Anbieter zudem typischerweise die Gegenseite des Kontrakts. Beide Punkte gelten unabhängig davon, welche Oberfläche einem besser gefällt, und sie sind der Grund, aus dem die europäische Aufsicht bei dieser Produktkategorie eingegriffen hat. Wer den Vergleich mit einem anderen Anbieter derselben Nische sucht, findet unter dem Stichwort Pocket Option oder IQ Option eine eigene Betrachtung mit anderem Zuschnitt.
Eine methodische Anmerkung, die diesen Text von den meisten Vergleichen unterscheidet und die man kennen sollte, bevor man ihn liest. Wir haben bei keinem der beiden Anbieter ein Konto eröffnet, Geld eingezahlt oder eine Auszahlung veranlasst, und wir könnten es auch nicht: Deutschland gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum, und für Pocket Option schließt der Betreiber Personen mit Wohnsitz dort nach eigenen veröffentlichten Bedingungen aus. Alles, was hier steht, stammt daher aus öffentlichen Selbstdarstellungen und aus der allgemeinen Systematik dieser Produktkategorie. Wo ein Vergleichstext dagegen von eigenen Einzahlungen, gemessenen Auszahlungszeiten oder getesteten Ausführungen berichtet, lohnt die Rückfrage, wie das aus dem europäischen Wirtschaftsraum heraus zustande gekommen sein soll.
Beide Anbieter teilen Produkt, Rechenregel und Interessenkonflikt, weshalb die Wahl zwischen ihnen keine der Fragen beantwortet, die für einen Leser in Deutschland zuerst zählen.
Sicherheit und Lizenz
Hier wird kein Sieger gekürt. Wir können für Pocket Option eine Abwesenheit veröffentlichter europäischer Zulassung feststellen und für Quotex gar nichts, weil wir es nicht geprüft haben.
Das ist die unbefriedigendste Antwort dieser Seite und zugleich die einzige belastbare. Ein Vergleichstext, der an dieser Stelle eine Lizenzangabe für beide Seiten in eine Tabelle schreibt, verkauft Recherche, die nicht stattgefunden hat. Was ein Leser stattdessen bekommt, ist die Anleitung, die Frage in wenigen Minuten selbst zu beantworten.
Aufsicht je Anbieter
Für Pocket Option lässt sich sagen: Auf den Seiten des Betreibers ist keine Zulassung durch eine europäische Aufsichtsbehörde ausgewiesen und kein nach Deutschland notifizierter europäischer Pass. Das ist eine Feststellung über eine Abwesenheit, nicht der Vorwurf eines Verstoßes. Ob eine Aufsichtsbehörde jemals eine Maßnahme gegen diese Marke ergriffen hat, konnten wir in keine Richtung verifizieren, und wir behaupten dazu weder das eine noch das andere. Zu Quotex treffen wir keine entsprechende Aussage, weil wir sie nicht geprüft haben.
Selbst prüfen lässt sich beides gleich: Firmennamen beschaffen, in der Unternehmensdatenbank der BaFin suchen, den Eintrag mit dem Impressum abgleichen. Entscheidend ist die Richtung der Prüfung. Ein Treffer im Register der zugelassenen Unternehmen ist ein starker positiver Befund. Ein leeres Ergebnis in einer Warnliste beweist dagegen nichts, weil Warnungen veröffentlicht werden, wenn eine Behörde einen Fall erreicht, nicht wenn ein Problem entsteht.
Lage in der EU
Für Leser in Deutschland ist diese Achse ohnehin bei beiden gleich besetzt. Binäre Optionen dürfen gegenüber Privatkunden in der Europäischen Union nach dem europäischen Produktinterventionsregime weder beworben noch vertrieben oder verkauft werden, und die nationalen Aufsichtsbehörden haben entsprechende Maßnahmen erlassen. Diese Regel richtet sich an das Produkt und an alle, die es an Privatkunden bringen wollen, nicht an einen einzelnen Namen. Das ESMA-Verbot behandeln wir auf einer eigenen Seite.
Kontoverifizierung
Die Identitätsprüfung ist in dieser Produktkategorie durchgängig Standard, und sie eignet sich schlecht als Unterscheidungsmerkmal. Ihr Fehlen wäre ein Warnsignal, ihr Vorhandensein ist die Erfüllung einer Mindestanforderung, die Zahlungspartner ohnehin durchsetzen. Aus einer bestandenen Ausweisprüfung folgt nichts über Aufsicht, über die Trennung von Kundengeldern oder über die Bereitschaft, ein Guthaben auszuzahlen. Für Pocket Option gilt zusätzlich: Der Betreiber veröffentlicht, dass er Personen mit Wohnsitz in den EWR-Ländern keinen Dienst anbietet, und Deutschland ist EWR-Mitgliedstaat.
Was eine Zulassung überhaupt bewirken würde, macht die Abwesenheit greifbar. Bei einem beaufsichtigten Unternehmen gelten Verhaltenspflichten gegenüber Privatkunden: eine Angemessenheitsprüfung vor dem Zugang zu komplexen Produkten, standardisierte Risikohinweise, Vorgaben zur Trennung von Kundengeldern, eine gesetzliche Entschädigungseinrichtung für den Fall, dass Gelder nicht mehr herausgegeben werden, und ein Beschwerdeweg mit Sanktionsmacht dahinter, von der Aufsichtsbeschwerde über eine Schlichtungsstelle bis zum ordentlichen Gericht gegen einen greifbaren Vertragspartner. Fehlt die Zulassung, fehlt dieses gesamte Bündel, und zwar bei jedem Anbieter der Kategorie gleichermaßen. Das ist der Grund, warum diese Achse den Vergleich zwischen zwei solchen Anbietern weitgehend entwertet.
Auf der Sicherheitsachse ist ein Sieger nicht bestimmbar, und jeder Vergleichstext, der hier einen kürt, behauptet mehr, als er geprüft hat.
Kosten und Einstieg
Zahlen zu Mindestbeträgen, Quoten und Fristen stehen hier nicht, für keinen der beiden Anbieter. Erklärt wird stattdessen, welcher Kostenposten bei diesem Produkt tatsächlich über das Ergebnis entscheidet.
Auf diesem Portal steht kein Eurobetrag und kein Dollarbetrag, und über Quotex ohnehin keine Zahl. Der Grund ist derselbe wie überall sonst: Solche Grenzen unterscheiden sich pro Zahlungsweg, ändern sich ohne Ankündigung und werden auf Drittseiten so lange voneinander abgeschrieben, bis niemand mehr das Ursprungsdatum kennt. Verbindlich ist ausschließlich, was in der jeweiligen Maske des jeweiligen Anbieters steht.
Mindesteinzahlung
Was sich sagen lässt: Ein niedriger Einstiegsbetrag ist in dieser gesamten Nische Standard und wird von allen Anbietern beworben. Als Unterscheidungsmerkmal taugt er deshalb kaum, und als Entscheidungsgrundlage noch weniger. Die Größe, die tatsächlich zählt, ist nicht die Untergrenze des Anbieters, sondern die Obergrenze des Nutzers, also der Betrag, dessen vollständiger Verlust die eigene Lage nicht verändert. Zur Mechanik dieses Themas gibt es eine eigene Seite zur Mindesteinzahlung.
Payout und Basiswerte
Die Auszahlungsquote ist bei diesem Produkt der eigentliche Kostenblock, und sie ist zugleich die Angabe, die am schlechtesten vergleichbar ist. Sie wird pro Basiswert und pro Laufzeit gesetzt, schwankt mit der Marktphase und ändert sich ohne Ankündigung. Eine einzelne beworbene Höchstquote sagt daher wenig darüber aus, was ein Konto im Durchschnitt tatsächlich erhält. Für Pocket Option gibt der Betreiber über hundert Basiswerte an; für Quotex nennen wir keine Zahl. Wer beide vergleichen will, kann das nur an der jeweils angezeigten Quote für dasselbe Instrument und dieselbe Laufzeit tun, und das lässt sich in einem Übungskonto ohne Geldeinsatz beobachten.
Auszahlungen
Bei den Rückwegen ist die tragende Regel branchenweit dieselbe: Geld kehrt auf dem Weg zurück, auf dem es hereinkam, und ein Zielkonto muss auf den Kontoinhaber laufen. Fristen nennen wir für keinen der beiden Anbieter, weil keine bestätigt ist. Die Mechanik des Rückwegs erklärt die Seite zur Pocket Option Auszahlung im Einzelnen. Was für einen Vergleich zählt, ist eine Frage, die vor jeder Zahl kommt: Welche Stelle ist zuständig, wenn ein Rückweg nicht funktioniert? Bei einem Anbieter ohne europäische Zulassung lautet die Antwort in beiden Fällen: nur der Anbieter selbst.
Eine Einordnung, die auf jede Geldseite dieses Portals gehört: Geld an einen Anbieter außerhalb des EWR zu senden, der Personen mit Wohnsitz im EWR nach eigenen veröffentlichten Bedingungen ausschließt, trägt ein eigenes Risiko, das mit dem Handelsergebnis nichts zu tun hat. Steuerliche Fragen liegen in der Verantwortung des Steuerpflichtigen und gehören zu einem Steuerberater.
Der eigentliche Kostenblock ist die Auszahlungsquote und nicht der Mindestbetrag, und sie lässt sich nur pro Instrument und Laufzeit vergleichen, nie als eine einzelne beworbene Zahl.
Apps und Funktionen
Auf der Funktionsachse ist ein Vergleich am ehesten möglich, weil sich vieles davon ohne Geldeinsatz selbst ansehen lässt. Über den Ernstfall sagt eine Funktionsliste trotzdem sehr wenig aus.
Funktionslisten sind das, was Vergleichsportale am liebsten gegenüberstellen, weil sie sich leicht beschaffen lassen. Sie sind zugleich das, was am wenigsten über den Ernstfall aussagt. Trotzdem gibt es hier etwas Nützliches zu sagen, vor allem über die Frage, was ein Leser selbst beobachten kann.
Mobile Erfahrung
Für Pocket Option gibt der Betreiber mobile Anwendungen für Android und iOS an, das Android-Paket unter der Kennung com.pocketoption.broker, dazu eine Desktop-Anwendung für Windows und macOS. Zu den mobilen Anwendungen von Quotex machen wir keine Angabe. Wichtiger als jeder Funktionsvergleich ist bei beiden dieselbe Regel: Bezogen wird eine Anwendung ausschließlich über die offiziellen Vertriebsplattformen der Betriebssysteme oder über die Downloadseite des jeweiligen Anbieters. Dateien aus Weiterleitungen, Chatgruppen oder Sammelportalen sind kein Bezugsweg, und veränderte Fassungen mit angeblichen Zusatzfunktionen sind ein Angriff. Die Bezugswege und die Berechtigungen, bei denen man abbrechen sollte, behandelt die Seite zur Pocket Option App.
Copy-Trading und Signale
Für Pocket Option bewirbt der Betreiber Copy-Trading, plattformeigene Signalanzeigen und Turniere. Solche Funktionen wirken im Vergleich wie Mehrwert, und sie sind es in einem engen Sinn auch: Sie machen die Bedienung reichhaltiger. An der Rechnung des Produkts ändern sie nichts. Wer eine fremde Entscheidung kopiert, kopiert deren Fehlerquote mit und unterliegt derselben Auszahlungsasymmetrie; und eine Signalanzeige ist eine Regelauswertung, keine Prognose. Für Quotex treffen wir zu diesen Funktionen keine Aussage.
Bedienbarkeit
Bedienbarkeit lässt sich als Einziges auf dieser Seite ohne fremde Angaben beurteilen, nämlich im jeweiligen Übungskonto. Drei Beobachtungen sind dabei aussagekräftig und in wenigen Minuten gemacht: Wie deutlich sind außerbörsliche Instrumente gekennzeichnet? Wie sichtbar steht die Auszahlungsquote neben den Schaltflächen? Und wie viele Klicks liegen zwischen dem Öffnen eines Charts und einem abgeschlossenen Kontrakt? Die dritte Frage ist die wichtigste, weil sie misst, wie viel Reibung eine Oberfläche einer impulsiven Entscheidung entgegensetzt. Eine Oberfläche, die diese Reibung minimiert, ist nicht besonders benutzerfreundlich, sondern besonders wirksam.
In dieselbe Kategorie gehören Turniere, Ranglisten, Abzeichen und Fortschrittsanzeigen, wie sie in dieser Nische verbreitet sind. Sie werden in Vergleichen als Funktionsumfang geführt und sind funktional etwas anderes: Elemente, die Nutzungsdauer und Häufigkeit erhöhen sollen. Das ist kein verstecktes Vorgehen, sondern offen sichtbar, und es lässt sich beim Ausprobieren einer Oberfläche gut beobachten. Für einen Vergleich ist die nützliche Frage deshalb nicht, wer mehr solcher Elemente hat, sondern was sie beim Nutzer bewirken sollen. Wer bemerkt, dass er wegen einer Rangliste einen weiteren Kontrakt eingeht, hat über die Plattform mehr gelernt als aus jeder Gegenüberstellung von Funktionslisten.
Die folgende Übersicht fasst zusammen, worüber wir uns bei diesem Vergleich äußern können und worüber nicht. Die letzte Spalte nennt unseren Prüfstand, nicht die Eigenschaft eines Anbieters:
| Achse | Pocket Option | Quotex | Unser Prüfstand |
|---|---|---|---|
| Produkttyp | Optionen mit fester Laufzeit | Optionen mit fester Laufzeit | bei beiden aus der öffentlichen Selbstdarstellung ersichtlich |
| Europäische Zulassung | keine veröffentlicht | von uns nicht geprüft | Abwesenheit feststellbar, Aussage über Quotex nicht getroffen |
| Geografische Beschränkung | eigener Hinweis schließt EWR-Ansässige aus | von uns nicht geprüft | für Pocket Option auf den Seiten des Betreibers gelesen |
| Mindestbetrag, Quote, Fristen | keine Zahl veröffentlicht | keine Zahl veröffentlicht | volatil und nicht bestätigt, deshalb bewusst ausgelassen |
| Plattformzugänge | Web, Mobil, Desktop | von uns nicht geprüft | für Pocket Option aus den Angaben des Betreibers |
| Rückweg für Geld | folgt dem Einzahlungsweg | branchenüblich dieselbe Regel | allgemeine Mechanik der Produktkategorie |
| Zuständige Stelle im Streitfall | nur der Anbieter selbst | nur der Anbieter selbst | Folge fehlender europäischer Zulassung |
Die einzige Achse, die ein Leser ohne fremde Angaben selbst prüfen kann, ist die Bedienung, und dort ist die Anzahl der Klicks bis zum Kontrakt aufschlussreicher als jede Funktionsliste.
Fazit des Vergleichs
Wir küren keinen Sieger. Was sich sagen lässt, ist, welche Frage dieser Vergleich beantwortet und welche er offenlässt, und die zweite Gruppe ist die wichtigere.
Eine Empfehlung auszusprechen wäre in dieser Konstellation nicht mutig, sondern unsauber. Über den einen Anbieter können wir eine Abwesenheit veröffentlichter Zulassung und eine ausdrückliche geografische Beschränkung feststellen, über den anderen nichts, weil wir es nicht geprüft haben. Aus dieser Ausgangslage folgt kein Ranking.
Stärken je Anbieter
Nennbar sind allein Eigenschaften, die aus einer öffentlichen Selbstdarstellung hervorgehen, und auch das nur für die Seite, die wir gelesen haben. Für Pocket Option sind das die Breite der Basiswerte, die drei Zugangswege über Browser, Mobilgerät und Desktop, das kostenlose Übungskonto und ein Funktionsumfang, der Chartwerkzeuge, Signalanzeigen und Copy-Trading umfasst. Für Quotex nennen wir keine Stärken und keine Schwächen. Das ist keine Wertung, sondern die Kennzeichnung einer Lücke in unserer eigenen Prüfung.
Diese Zurückhaltung hat einen praktischen Nutzen für den Leser, der über den einzelnen Text hinausgeht. Sie liefert einen Maßstab, an dem sich andere Vergleiche messen lassen. Ein Text, der für zwei Offshore-Anbieter eine vollständige Gegenüberstellung mit Mindestbeträgen, Quoten, Fristen und Lizenzangaben präsentiert, hat entweder Zugriff auf Quellen, die er benennen müsste, oder er hat Angaben übernommen, deren Herkunft er nicht kennt. Die Rückfrage lautet in beiden Fällen gleich: Woher stammt diese Zahl, und von wann ist sie? Bleibt sie unbeantwortet, ist der Vergleich als Entscheidungsgrundlage wertlos, so übersichtlich seine Tabelle auch aussehen mag.
Passendes Profil
Sinnvoll beantworten lässt sich die Profilfrage nur negativ, und sie fällt für beide Anbieter identisch aus. Ungeeignet ist diese Produktkategorie für jeden, der Vermögen aufbauen, für ein Ziel sparen oder mit einem berechenbaren Verlauf rechnen möchte, und ebenso für jeden, der den eingesetzten Betrag braucht. Wer sich dennoch damit befasst, tut es mit Geld, dessen vollständiger Verlust folgenlos bleibt, und behandelt die Sache als Spekulation.
Gemeinsame EU-Beschränkung
Der Punkt, an dem sich beide Anbieter für einen Leser in Deutschland überhaupt nicht unterscheiden, ist der wichtigste des ganzen Vergleichs. Binäre Optionen dürfen gegenüber Privatkunden in der EU nach dem europäischen Produktinterventionsregime weder beworben noch vertrieben oder verkauft werden. Ein Anbieter ohne europäische Zulassung bringt zudem in beiden Fällen dieselbe Konsequenz mit: keine Aufsicht, keine gesetzliche Entschädigungseinrichtung, kein durchsetzbarer Beschwerdeweg. Die Wahl zwischen zwei Anbietern derselben Kategorie ändert an keinem dieser Punkte etwas.
Zwei Feststellungen zum Schluss. Sämtliche Angaben zu Produkten, Konditionen und Bedingungen sind vor jeder Entscheidung auf den Seiten des jeweiligen Betreibers zu prüfen, weil sie sich ohne Ankündigung ändern. Und unabhängig von der Wahl bleibt das Produkt hochspekulativ: Das eingesetzte Kapital kann vollständig und schnell verloren gehen, und die Mehrheit der Privatkonten in dieser Kategorie verliert Geld. Wer aus diesem Vergleich eine einzige Handlung mitnehmen möchte, dann diese: den Firmennamen im Zulassungsregister der Aufsichtsbehörde suchen, für jeden Anbieter, den man in Betracht zieht.
Zwischen zwei Anbietern derselben unbeaufsichtigten Produktkategorie zu wählen, verändert keine der Fragen, die für einen Leser in Deutschland zuerst zählen.
Fragen, die uns oft erreichen
Welcher Anbieter ist besser, Pocket Option oder Quotex?
Wir küren keinen Sieger, und zwar aus einem sachlichen Grund. Über Pocket Option können wir eine Abwesenheit veröffentlichter europäischer Zulassung und eine eigene geografische Beschränkung feststellen; über Quotex haben wir für diesen Stand nichts überprüft und geben deshalb keine Angaben wieder. Aus dieser Ausgangslage lässt sich kein Ranking bilden, weder bei der Sicherheit noch bei der Seriosität.
Ist Quotex in Deutschland reguliert?
Dazu treffen wir keine Aussage, weder in die eine noch in die andere Richtung, weil wir es nicht geprüft haben. Beantworten lässt sich die Frage selbst und in wenigen Minuten: den vollständigen Firmennamen beschaffen, im öffentlichen Zulassungsregister der deutschen Aufsichtsbehörde suchen und den Eintrag mit dem Impressum abgleichen. Ein Treffer dort ist aussagekräftig, ein leeres Warnsuchergebnis nicht.
Warum stehen in diesem Vergleich keine Zahlen?
Weil keine der gesuchten Zahlen überprüfbar stabil ist. Mindestbeträge, Auszahlungsquoten und Bearbeitungsfristen unterscheiden sich pro Zahlungsweg und Instrument, ändern sich ohne Ankündigung und werden auf Drittseiten voneinander abgeschrieben. Eine Tabelle mit solchen Werten erzeugt eine Genauigkeit, die es nicht gibt. Verbindlich ist allein die Anzeige in der jeweiligen Maske zum Zeitpunkt des Vorgangs.
Gilt die EU-Beschränkung für beide Anbieter?
Die Regel richtet sich an das Produkt, nicht an einen Namen. Binäre Optionen dürfen gegenüber Privatkunden in der Europäischen Union nach dem europäischen Produktinterventionsregime weder beworben noch vertrieben oder verkauft werden, und die nationalen Aufsichtsbehörden haben entsprechende Maßnahmen erlassen. Für einen Leser in Deutschland ist diese Achse bei beiden Anbietern deshalb identisch besetzt.
Sind Bewertungen und Vergleichsvideos zu den beiden Anbietern verlässlich?
Sie sind mit Vorsicht zu lesen. Ein erheblicher Teil solcher Inhalte entsteht im Rahmen von Vermittlungsvergütungen, erkennbar oft daran, dass am Ende ein bestimmter Registrierungsweg empfohlen wird. Hinzu kommt eine strukturelle Verzerrung: Wer nie bis zu einer Auszahlung gekommen ist, berichtet meist zufrieden, weil der kritische Teil der Beziehung noch gar nicht stattgefunden hat. Beschwerden über Rückwege wiegen deshalb schwerer als Lob über Oberflächen.
Was kann ich an beiden Plattformen selbst vergleichen?
Die Bedienung, und zwar ohne Geldeinsatz im jeweiligen Übungskonto. Aussagekräftig sind drei Beobachtungen: wie deutlich außerbörsliche Instrumente gekennzeichnet sind, wie sichtbar die Auszahlungsquote neben den Schaltflächen steht und wie viele Klicks zwischen dem Öffnen eines Charts und einem abgeschlossenen Kontrakt liegen. Die letzte Beobachtung misst, wie viel Reibung eine Oberfläche einer impulsiven Entscheidung entgegensetzt.